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EnEV 2014 - Die EnergieEinsparVerordnung

EnEV 2014 - neue Energieeinsparverordnung gilt seit 1. Mai 2014. Verantwortlich für die Einhaltung der EnEV (§26, §26a und 26b) ist der Bauherr und der beauftragte Handwerker. Bei Nichteinhaltung drohen hohe Bußgelder für Handwerker und Bauherren.

 

Allgemeine Vorschriften  

§1 Zweck und Anwendungsbereich

1) Klimaneutraler Gebäudebestand bis zum Jahr 2050

2) Diese Verordnung gilt für beheizte und gekühlte Gebäude

3) Mit Ausnahme der §§ 12 und 13 gilt diese Verordnung nicht für... 

 

§2 Begriffsbestimmungen

Es handelt sich um ein kleines Gebäude, wenn die Nutzfläche kleiner 50m2 ist. 

 

Zu errichtende Gebäude 

§3 Anforderungen an Wohngebäuden nach EnEV 2009/2014

1) Der Jahres- Primärenergiebedarfs Qp des zu errichtenden Wohngebäudes muss kleiner sein als der Qp des Referenzgebäudes.

2) Der Transmissionswärmeverlust FIT" des zu errichtenden Wohngebäudes darf den HT' Wert nach Anlage 1 Tabelle 1.2 nicht überschreiten.

3) Der sommerliche Wärmeschutz muss eingehalten werden.

 

NEU nach EnEV 2014 ab 01.01.2016

1) Der Jahres- Primärenergiebedarfs Qp des zu errichtenden Wohngebäudes muss kleiner sein als der Qp des Referenzgebäudes mal 0,75.

2) Der Transmissionswärmeverlust HT' des zu errichtenden Wohngebäudes darf den HT' Wert des Referenzgebäudes um das 1,0fache nicht überschreiten.

3) Der sommerliche Wärmeschutz muss eingehalten werden. 

 

§4 Anforderungen an Nichtwohngebäuden 

 

§5 Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien Wenn der Strom unmittelbarer am Gebäude erzeugt wird und hauptsächlich selbst genutzt wird. 

 

§6 Dichtheit, Mindestluftwechsel 2) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist. Anlage 4 Anforderungen an die Dichtheit 

 

§7 Mindestwärmeschutz, Wärmebrücken 

 

§8 Anforderungen an kleine Gebäude und Gebäude als Raumzellen 

 

Bestehende Gebäude und Anlagen

§9 Änderungen, EnNeiterungen und Anbauten von Gebäuden

1) Werden Anderungen im Sinne der Anlage 3 Nummer 1 bis 6 ausgeführt, müssen die U-Werte nach Anlage 3 eingehalten werden.

 

1) 1. Die Anforderungen gelten als erfüllt wenn, der Jahres- Primärenergiebedarf Qp des Wohngebäudes kleiner als der Qp des Referenzgebäudes mal 1,4 ist und der Transmissionswärmeverlust HT’ des Wohngebäudes kleiner ist als der HT’ Wert in der Anlage 1 Tabelle 2 angegeben ist.

 

3) Absatz 1 ist nicht anzuwenden auf Änderungen von Außenbauteilen, wenn die Fläche der geänderten Bauteile nicht mehr als 10 vom Hundert der gesamten jeweiligen Bauteilfläche des Gebäudes betrifft.

 

4) Bei der Erweiterung und dem Ausbau eines Gebäudes um beheizte oder gekühlte Räume für die kein Wärmeerzeuger eingebaut wird, sind die Wärmedurchgangskoeffizienten der betroffenen Außenbauteile nach der Anlage 3 einzuhalten. (siehe „Höchstwerte bei Sanierung“)

 

5) Wird im Fall des Absatzes 4 Satz 2 ein neuer Wärmeerzeuger eingebaut, sinddie Änderungen an den betroffenen Außenbauteilen so auszuführen, dass der neue Gebäudeteil die Vorschriften für zu errichtende Gebäude nach § 3 oder § 4 einhält, Zeile 1.0 der Anlage 1 Tabelle 1 ist nicht anzuwenden.

 

§10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden

1) Anlagen mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff vor 1985 dürfen bis 2015 nicht mehr betrieben werden. Anlagen nach den 01.01.1985 eingebaut dürfen maximal 30 Jahre in Betrieb bleiben.

4) begehbare ungedämmte oberste Geschoßdecken müssen bis zum Dezember 2015 gedämmt werden U=O,24 W/m2K

 

§10a Außerbetriebnahme von elektrischen Speicherheizsystemen

 

§11 Aufrechterhaltung der energetischen Qualität

1) Außenbauteile dürfen nicht energetisch verschlechtert werden.

 

§12 Energetische Inspektion von Klimaanlagen

Abschnitt 4, Anlaqen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung

 

§13 Inbetriebnahme von Heizkesseln

 

§14 Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen

 

§15 Klimaanlagen und sonstige Anlagen der Raumlufttechnik

 

Energieausweis und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz

§16 Ausstellung und Verwendung von Energieausweisen

1) Wird ein Gebäude errichtet, muss der Bauherr die energetischen Eigenschaften des fertig gestellten Gebäudes nachweisen (unmittelbar nach Fertigstellung).

Energieausweis nach Bedarf, er enthält die Ergebnisse der Berechnung, Muster EnEV 2013 Anlage 6

2) Wird ein Gebäude verkauft, vermietet oder verpachtet muss der Eigentümer einen Energieausweis vorlegen.

 

§16a Pflichtangaben in Immobilienanzeigen

1) Liegt bereits ein Energieausweis vor, muss im Immobilienanzeiger angegeben werden:

  1. Art des Energieausweises
  2. Endenergiebedarf bzw. Endenergieverbrauch
  3. der wesentliche Energieträger

§17 Grundsätze des Energieausweises

1) Es gibt zwei Arten von Energieausweisen. Es darf wahlweise ein Energiebedarfsausweis und Energieverbrauchsausweis ausgestellt werden:

2) Bei welchen Gebäuden muss ein Energiebedarfsausweis ausgestellt werden

- bei neu zu errichtenden Gebäuden

- bei Wohngebäuden < 5WE und Bauantrag vor dem 01.11.1977 Enerqieverbrauchsausweis

- für bestehende Wohngebäude ab 1977

4) Für den Energieausweis muss elektronisch eine Registriernummer angefordert werden.

Sollte nach sieben Arbeitstagen keine Registriernummer vorliegen dann das Wort "Registriernummer wurde beantragt am Datum" eintragen.

 

§18 Ausstellung auf Grundlage des Energiebedarfs

  • Baupläne
  • Berechnung der wärmeübertragenden Umfassungsfläche A
  • Berücksichtigung der Wärmebrücken
  • Berechnung des Gebäudevolumens Ve
  • Berechnung der Gebäudenutzfläche An
  • Berücksichtigung der luftdichten Gebäudehülle
  • Berechnung sommerlicher Wärmeschutz
  • Berechnung der Anlagenaufvvandszahl ep

§19 Ausstellung auf Grundlage des Energieverbrauchs

3) Ermittlung des Energieverbrauchs für einen zusammenhängenden Zeitraum von 36 Monaten, der sich auf die Wohnfläche bzw. Gebäudenutzfläche An bezieht

 

§20 Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz

Es müssen, wenn möglich, kosteneffiziente Verbesserungen der energetischen Eigenschaften des Gebäudes angegeben werden.

 

§21 Ausstellungsberechtigung für bestehende Wohngebäude

1. Grundqualifikation:

 

Handwerker:

  • Handwerker die für ein zulassungspflichtiges Bau-, Ausbau- oder anlagentechnisches Gewerbe die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen.
  • Schornsteinfeger, die für das Schornsteinfegerwesen die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen,
  • Handwerksmeister der zulassungsfreien Handwerke der Bereiche Bau-, Ausbauoder anlagentechnisches Gewerbe

Techniker: 

  • staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker, deren Ausbildungsschwerpunkt auch die Beurteilung der Gebäudehülle, die Beurteilung von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder die Beurteilung von Lüftungs- und Klimaanlagen umfasst.

2. Zusatzqualifikation:

Die Aussteller im Wohnbestand müssen zusätzlich EINES der folgenden Kriterien erfüllen:

 

- Weiterbildung: Sie haben eine erfolgreiche Fortbildung im Bereich des energiesparenden Bauens absolviert, deren Inhalte den Anforderungen der EnEV 2007 Anlage 11 Nr. 1 und 2 entspricht.

- Sachverstand: Sie sind als vereidigter Sachverständiger öffentlich bestellt für ein Sachgebiet des energiesparenden Bauens oder für wesentliche bau— oder anlagentechnische Tätigkeitsbereiche des Hochbaus.

Ausstellungsberechtigung für zu errichtende Wohngebäude wird durch die Bundesländer bestimmt:

Die Bayerische Bauordnung legt in Art. 62 fest, dass bei Neubauten bauvorlageberechtigte Ent\Nurfsverfasser (i.d.R. Architekten, Bauingenieure u.a.) aufgrund ihrer umfassenden Qualifikation den Energieausweis nach EnEV ausstellen

dürfen. Dies gilt ebenso für Energieausweise im Gebäudebestand.

 

Gemeinsame Vorschriften, Ordnungswidrigkeiten

§22 Gemischt genutzte Gebäude

(1) Teile eines Wohngebäudes, die sich hinsichtlich der Art ihrer Nutzung und der gebäudetechnischen Ausstattung wesentlich von der Wohnnutzung unterscheiden und die einen nicht unerheblichen Teil der Gebäudenutzfläche umfassen, sind getrennt als Nichtwohngebäude zu behandeln.

(2) Teile eines Nichtwohngebäudes, die dem Wohnen dienen und einen nicht unerheblichen Teil der Nettogrundfläche umfassen, sind getrennt als Wohngebäude zu behandeln.

(3) Für die Berechnung von Trennwänden und Trenndecken zwischen Gebäudeteilen gilt in Fällen der Absätze 1 und 2 Anlage 1 Nummer 2.6 Satz 1 entsprechend.

 

§23 Regeln der Technik

 

§24 Ausnahmen

Baudenkmäler oder bei besonders erhaltenswerter Bausubstanz kann von den Anforderungen dieser Verordnung abgewichen werden. Antrag/Bestätigung bei der nach Landesrecht zuständigen Behörde.

 

§25 Befreiungen

 

§26 Verantwortlich

1) Der Eigentümer ist für die Einhaltung der Vorordnung verantwortlich.

§26a Private Nachweise

1) Die Firmen die an oder in bestehenden Gebäuden Arbeiten verrichten, müssen unverzüglich nach Abschluss ihrer Arbeiten gegenüber dem Bauherrn bestätigen, dass die Energieeinsparvorordnung eingehalten ist (Unternehmererklärung). Der Eigentümer muss die Unternehmererklärung 5 Jahre aufbewahren.

§26b Aufgaben des bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers

§26c Registriernummer

§26d Stichprobenkontrolle von Energieausweisen und lnspektionsberichten über Klimaanlagen

§26e Nicht personenbezogene Auswertungen von Daten 

  • Art des Energieausweises
  • Anlass der Ausstellung
  • Art des Gebäudes
  • Gebäudeeigenschaften
  • Werte des Energiebedarfs oder Verbrauchs
  • Wesentliche Energieträger
  • usw.

§26 Erfahrungsbericht der Länder

Werden erstmals zum 1 März 2017, danach alle drei Jahre an die Bundesregierung weitergeleitet

 

§27 Ordnungswidrigkeiten

 

Schlussvorschriften

§28 Allgemeine Übergangsvorschriften

 

§29 Übergangsvorschriften für Energieausweiße und Aussteller

 

 

Alle Infos zur neuen EnEV sind unter: http://www.enev-online.com zu finden.

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